Stellen Sie sich eine Pflanze vor, die fast alles kann: Sie liefert schmackhafte Früchte, nährstoffreiche Blätter und wertvolles Öl, verbessert die Qualität des Bodens und kann verschmutztes Wasser reinigen. Eine solche Pflanze ist der Moringa oleifera. Er begeistert immer mehr Gesundheitsbewusste weltweit.
Schon der zauberhafte Klang seines Namens lässt erahnen, dass es sich bei dem Moringabaum um etwas ganz Besonderes handelt. Und in der Tat, der Moringa ist ein richtiger Wunderbaum: Ursprünglich aus der Himalaya-Region im nordwestlichen Indien stammend, wächst er extrem schnell, braucht wenig Wasser, ist dürreresistent und anpassungsfähig und kann deshalb auch in Ländern mit subtropischem Klima angebaut werden. Dort wird er als Nahrungspflanze sehr geschätzt, hierzulande ist Moringa ein begehrtes Nahrungsergänzungsmittel.
Weltweit punktet kaum eine andere Pflanze mit einem so vielfältigen Potpourri an gesunden Inhaltsstoffen wie der robuste Moringa. Fast alle Pflanzenteile des Baums sind essbar, die Blätter, die Blüten, die Samen, die Wurzeln und sogar die Rinde.
Moringa
(Moringa oliefera)
Moringa ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Bennussgewächse (Moringaceae) gehört. Alle 13 Arten haben knollige sukkulente Speicherwurzeln, die Wasser und Nährstoffe speichern und den Pflanzen helfen, in trockenen Regionen zu überleben. Die bekannteste Art ist Moringa oleifera. Sie hat einen im unteren Bereich verdickten Stamm, der sich nach oben verjüngt, und erreicht eine Höhe von bis zu zwölf Metern. Die Rinde ist weißgrau bis bräunlich, rau strukturiert und von einer dicken Korkschicht umgeben. Die zart gefiederten, gestielten Laubblätter sind oval und glattrandig. Der Baum blüht bis zu acht Monate im Jahr. Seine cremeweißen Blüten wachsen in Büscheln, ihr süßlicher Duft erinnert an Veilchen oder Maiglöckchen. Die Früchte sind bohnenähnliche, schmale, lange Schoten. Sie bestehen aus drei Klappen, die sich bei Reife explosionsartig öffnen. Die Samen werden dann durch den Wind verbreitet.
Vor allem in den Blättern des Moringa olifeira stecken jede Menge Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Die hohe Nährstoffdichte macht ihn zu einer besonders wertvollen Pflanze in Regionen mit Dürrezeiten und Lebensmittelmangel. Moringa wird dort oft wie Gemüse zubereitet, wobei Blätter, junge Schoten und Blüten gekocht oder auch roh gegessen werden. Man verzehrt ihn in Eintöpfen, Suppen, Currys oder Salaten, meist zusammen mit Erdnüssen, Brei oder Fladenbrot. Die frischen Blätter werden auch getrocknet, pulverisiert und als nährstoffreicher Zusatz in Speisen eingerührt oder als Tee aufgegossen. Sie leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit unterernährter Kinder.
Aus den Samen kann außerdem ein hochwertiges, mildes Speiseöl hergestellt werden. Das sogenannte „Behen-Öl“ ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Früher wurde das Öl nur als Schmiermittel für Uhrwerke genutzt. Heute schätzt man es auch als wertvolles Nahrungsmittel und als reichhaltiges Körperöl für die Haut- und Haarpflege. Es zieht gut ein, schützt die Haut und besitzt antioxidative Eigenschaften.
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