Kopfschmerzen effektiv vorbeugen

Sie sind ein verbreitetes Leiden: Spannungskopfschmerzen. Häufig stecken Verspannungen dahinter, die sich schleichend im Bereich von Nacken und Schultern aufbauen. Eine Reihe einfacher Übungen, regelmäßig angewandt, hilft Ihnen, den Körper so zu entspannen, dass Kopfschmerzen erst gar nicht entstehen.

Zeitdruck und Stress, zu langes Sitzen am Bildschirm, plötzliche Hitze oder Kälte, Schlafmangel … die Liste der Auslöser von Spannungskopfschmerzen ist unendlich lang. Schmerzmittel mit ihren Nebenwirkungen sind auf Dauer keine Lösung. Sie können aber schon vorbeugend dafür sorgen, dass spannungsbedingter Kopfschmerz erst gar nicht entsteht. Unser Tipp: Regelmäßige Übungen zur Dehnung und Kräftigung, die einfach in den Alltag integriert werden können.

Wie entsteht der Schmerz?

Um zu verstehen, warum Übungen zur Kräftigung und Dehnung Spannungskopfschmerzen vorbeugen können, lohnt ein Blick auf die häufigsten Ursachen und die dadurch ausgelösten körperlichen Veränderungen:

  • Fehlhaltungen im Alltag:
    Sitzen Sie lange vor dem Bildschirm oder blicken Sie häufig mit vorgeneigter Kopfhaltung aufs Handy, werden die Muskeln im Nacken und im Schulterbereich überlastet. Das kann dazu führen, dass diese sich verspannen, verkürzen und verhärten. Die dort verlaufenden Nervenstränge geraten unter Druck und werden gereizt, zudem verschlechtert sich durch die Kompression die Durchblutung.

  • Veränderungen der Halswirbelsäule:
    Eine Atlasblockade, also eine Fehlstellung des ersten Halswirbels C1, löst oft Verspannungen der tiefen Nackenmuskulatur aus, da diese direkt am Atlas ansetzt. Typisch für diese sogenannten zervikogenen Kopfschmerzen sind Schmerzen, die meist einseitig beginnen und vom Nacken über den Hinterkopf bis zur Stirn oder hinter die Augen ziehen können. Teils sind die Schmerzen mit eingeschränkter Halsbeweglichkeit verbunden oder auch mit Schwindel oder Tinnitus.

  • Stress:
    Stresssituationen versetzen den Körper in Alarmbereitschaft. Er schüttet Botenstoffe wie Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol aus, die den Muskeltonus erhöhen. Geht der Stress zudem mit emotionaler Anspannung, Angst und Schlafmangel einher, kann das die Schmerzempfindlichkeit zusätzlich verstärken.

  • Kälte:
    Kälte kann Muskelverspannungen und dadurch Schmerzen fördern. Sie bewirkt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, die Muskulatur wird schlechter durchblutet und weniger gut mit Sauerstoff versorgt. Die Muskeln verhärten sich, und die Beweglichkeit der Halswirbelsäule wird eingeschränkt – mögliche Folgen sind Nackenbeschwerden und Spannungskopfschmerzen. Befördert wird dies noch, indem man im Winter unbewusst die Schultern hochzieht, um sich vor Kälte zu schützen. Im Sommer wiederum können Zugluft oder stark eingestellte Klimaanlagen Nackenbeschwerden begünstigen. Hilfreich bei kältebedingten Verspannungen sind Wärmeanwendungen wie ein Kirschkernkissen, eine Wärmflasche, Rotlicht oder ein warmes Bad – all dies entspannt die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Besonders vor Dehnübungen ist Wärme sinnvoll, da sich die Muskeln dadurch lockern.

  • Wetterumschwünge:
    Auch Wetterumschwünge, eine Föhnwetterlage, plötzliche Hitze oder Kälte können bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen auslösen, da Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchte im Verdacht stehen, Einfluss auf die Gefäßreaktionen und das Nervensystem zu haben.

Wann zum Arzt:

Neue, starke oder ungewöhnlich häufig auftretende Kopfschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Das gilt besonders, wenn die Beschwerden plötzlich und sehr heftig einsetzen, neurologische Symptome wie Sprachstörungen hinzukommen oder zusätz- lich Fieber und Nackensteifigkeit auftreten. Auch Kopfschmerzen, die zunehmend stärker werden oder immer häufiger auftreten, sollten medizinisch untersucht werden.

Übungen helfen sowohl akut als auch vorbeugend

Ein guter Grund also, das muskuläre System durch regelmäßige Übungen zu stärken, um dem Spannungskopfschmerz vorzubeugen und Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen. Treten Schmerzen dennoch auf, helfen gezielte Bewegungs- und Lockerungsübungen meist dabei, sie zu lindern. Entscheidend ist, früh zu reagieren. Dann kann eine beginnende Kopfschmerzattacke oft abgeschwächt oder aufgehalten werden. Einige Übungsbeispiele aus dem Ratgeber „Kopfschmerzen und Migräne – Das Übungsbuch“ von Benjamin Schäfer (Trias-Verlag) stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin natürlich gesund und munter 05/2026

Foto: Povozniuk/iStock.com

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